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Bericht Grundkurs Zivilschutz Stabsassistent 04.07.2011 – 15.07.2011

 
   
 

Am Montag, 05. Juli 2011 um 08.15 war es soweit. Wieder einmal fand ein Grundkurs für Betreuer und Stabsassistenten statt. Niemand von uns wusste, was ihn die nächsten zwei Wochen erwarten und beschäftigen würde. Was dennoch bereits nach 5 Minuten klar war, dass es auch im Zivilschutz klare Regeln gibt, die einzuhalten sind. So hiess es die ersten Tage oft T-Shirt in die Hose, Reisverschluss der Jacke zu und Mütze auf.

Nach kurzem gemeinsamem Einstieg fand der weitere Kurs in einzelnen Klassen statt. Wir 9 Stabsassistenten lernten uns und unsere Ausbildner Peter Mathys & Roger Künzli erst einmal gegenseitig kennen. Die ersten drei Kurstage waren für uns sowie für die Betreuer gleich. Wir hatten Unterricht über den Bevölkerungsschutz, Nothilfe, Funkwesen und lernten das Element Feuer auf eine interessante Weise kennen. Nebst viel Theorie gehörte auch Praxis zu unserer Ausbildung. Wer nun denkt, Stabsassistenten bewegen sich nur im Büro und hinter der Kaffeemaschine hin und her, der hat weit gefehlt. Wir lernten erst einmal das Funkwesen mittels SE-125 kennen. Telefonieren kann jeder – Funken aber will gelernt sein. Immer und immer wieder hatten wir theoretische und praktische Übungen wie der Funk ordnungsgemäss angewandt wird. Weiter haben wir das Lesen von Karten mittels Koordinaten, die Verfassung von Funkmeldungen und viel anderes gelernt. Das Gelernte wurde anschliessend erst einmal mit einem Postenlauf im nahegelegenen Wald geprüft (Geheimtipp: Es lohnt sich die Kampfstiefel vor dem Einrücken einzulaufen und die Karte richtig zu lesen).

Am 4. Tag begann anschliessend unsere Ausbildung zum Stabsassistenten. Der Tag fing erst einmal mit Verlust an, so dass wir nur noch 8 Stabsassistenten waren. Theorie und Praxis wechselten sich immer wieder fleissig ab. Nebst dem Funkgerät SE-125 nahmen wir zusätzlich das Polycom in Betrieb, machten Erste Erfahrungen im Leitungsbau, bezogen einen Schutzraum und lernten das skizzieren von Schadenplätzen mit den richtigen/üblichen Zeichen sowie weiteres Grundlegendes über unsere Arbeit als Stabsassistent. Die ersten 5 Tage überstanden, gingen wir in unseren wohlverdienten zweitägigen Urlaub, der wie im Flug verging.

Die zweite Woche stand vor allem im Zeichen Leitungsbau, Verkehrsregelung und Vertiefung des bisher erworbenen Wissens. Nach einem theoretischen Teil über die Regelung von Verkehr, durften wir am Dienstag mit Hans Wüthrich, KAPO Bern nach Langethal und Verkehr regeln. Es machte sichtlich allen Spass, mit ihrer Uniform den Verkehrsteilnehmern Anweisungen zu geben und im Mittelpunkt des Geschehens zu stehen. Dazwischen wieder einmal Theorie und anschliessend ab hinter den Aufbau einer Telefonzentrale und die Erstellung von Telefonleitungen. Die praktischen Übungen wurden zum grössten auf dem Gelände der ZAR AG vorgenommen. Am 11. Tag konnten wir jedoch im Dorf Aarwangen unser Können in aller Öffentlichkeit zeigen, indem eine Telefonleitung aufgebaut wurde. Nachdem Aufbau erfolge sogleich der Rückbau, damit wir unsere Abschlussarbeit beginnen konnten. Die Arbeit bestand daraus, ein KP Front und KP Rück einzurichten, in Betrieb zu nehmen und die eingehenden Meldungen einer Katastrophe richtig zu verarbeiten und eine Karte mit Schadenereignissen zu führen. Die Zeit verging wie im Flug, so dass unsere Katastrophe und somit der Kurs bald zu Ende ging.

Alles in allem zwei interessante und lehrreiche Wochen. Es entstand nicht nur ein Eingespieltes Team sondern auch eine gute Kollegschaft unter uns (von Peter liebevoll genannt) „Stabsassis“.

Ein Dankeschön an Peter Mathys & Roger Künzli für Ihre Bemühungen aus uns „UTlern“ brauchbare Zivilschützer zu machen. Ein grosses Merci auch in die Küche die uns währen den zwei Wochen kulinarisch verwöhnt hat.

  Autor Roman Kauz, Huttwil