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Am Montag,
05. Juli 2011 um 08.15 war es soweit. Wieder einmal fand ein Grundkurs
für Betreuer und Stabsassistenten statt. Niemand von uns wusste, was ihn
die nächsten zwei Wochen erwarten und beschäftigen würde. Was dennoch
bereits nach 5 Minuten klar war, dass es auch im Zivilschutz klare
Regeln gibt, die einzuhalten sind. So hiess es die ersten Tage oft
T-Shirt in die Hose, Reisverschluss der Jacke zu und Mütze auf.
Nach kurzem
gemeinsamem Einstieg fand der weitere Kurs in einzelnen Klassen statt.
Wir 9 Stabsassistenten lernten uns und unsere Ausbildner Peter Mathys &
Roger Künzli erst einmal gegenseitig kennen. Die ersten drei Kurstage
waren für uns sowie für die Betreuer gleich. Wir hatten Unterricht über
den Bevölkerungsschutz, Nothilfe, Funkwesen und lernten das Element
Feuer auf eine interessante Weise kennen. Nebst viel Theorie gehörte
auch Praxis zu unserer Ausbildung. Wer nun denkt, Stabsassistenten
bewegen sich nur im Büro und hinter der Kaffeemaschine hin und her, der
hat weit gefehlt. Wir lernten erst einmal das Funkwesen mittels SE-125
kennen. Telefonieren kann jeder – Funken aber will gelernt sein. Immer
und immer wieder hatten wir theoretische und praktische Übungen wie der
Funk ordnungsgemäss angewandt wird. Weiter haben wir das Lesen von
Karten mittels Koordinaten, die Verfassung von Funkmeldungen und viel
anderes gelernt. Das Gelernte wurde anschliessend erst einmal mit einem
Postenlauf im nahegelegenen Wald geprüft (Geheimtipp: Es lohnt sich die
Kampfstiefel vor dem Einrücken einzulaufen und die Karte richtig zu
lesen).
Am 4. Tag
begann anschliessend unsere Ausbildung zum Stabsassistenten. Der Tag
fing erst einmal mit Verlust an, so dass wir nur noch 8 Stabsassistenten
waren. Theorie und Praxis wechselten sich immer wieder fleissig ab.
Nebst dem Funkgerät SE-125 nahmen wir zusätzlich das Polycom in Betrieb,
machten Erste Erfahrungen im Leitungsbau, bezogen einen Schutzraum und
lernten das skizzieren von Schadenplätzen mit den richtigen/üblichen
Zeichen sowie weiteres Grundlegendes über unsere Arbeit als
Stabsassistent. Die ersten 5 Tage überstanden, gingen wir in unseren
wohlverdienten zweitägigen Urlaub, der wie im Flug verging.
Die zweite
Woche stand vor allem im Zeichen Leitungsbau, Verkehrsregelung und
Vertiefung des bisher erworbenen Wissens. Nach einem theoretischen Teil
über die Regelung von Verkehr, durften wir am Dienstag mit Hans
Wüthrich, KAPO Bern nach Langethal und Verkehr regeln. Es machte
sichtlich allen Spass, mit ihrer Uniform den Verkehrsteilnehmern
Anweisungen zu geben und im Mittelpunkt des Geschehens zu stehen.
Dazwischen wieder einmal Theorie und anschliessend ab hinter den Aufbau
einer Telefonzentrale und die Erstellung von Telefonleitungen. Die
praktischen Übungen wurden zum grössten auf dem Gelände der ZAR AG
vorgenommen. Am 11. Tag konnten wir jedoch im Dorf Aarwangen unser
Können in aller Öffentlichkeit zeigen, indem eine Telefonleitung
aufgebaut wurde. Nachdem Aufbau erfolge sogleich der Rückbau, damit wir
unsere Abschlussarbeit beginnen konnten. Die Arbeit bestand daraus, ein
KP Front und KP Rück einzurichten, in Betrieb zu nehmen und die
eingehenden Meldungen einer Katastrophe richtig zu verarbeiten und eine
Karte mit Schadenereignissen zu führen. Die Zeit verging wie im Flug, so
dass unsere Katastrophe und somit der Kurs bald zu Ende ging.
Alles in
allem zwei interessante und lehrreiche Wochen. Es entstand nicht nur ein
Eingespieltes Team sondern auch eine gute Kollegschaft unter uns (von
Peter liebevoll genannt) „Stabsassis“.
Ein
Dankeschön an Peter Mathys & Roger Künzli für Ihre Bemühungen aus uns
„UTlern“ brauchbare Zivilschützer zu machen. Ein grosses Merci auch in
die Küche die uns währen den zwei Wochen kulinarisch verwöhnt hat.
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