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Kaderkurs Gruppenführer Betreuer in Aarwangen im Februar 2009

 
   
 

Mit einem etwas mulmigen Gefühl ob der zukünftigen Erwartungen an sie, sind am 9. Februar 2009 elf Zivilschutzsoldaten ins Ausbildungszentrum Aarwangen eingerückt. Unter der Leitung von Peter Mathys sollten sie im Rahmen eines einwöchigen Kaderkurses darauf vorbereitet werden, dereinst eine Führungsposition in ihren regionalen Betreuergruppen zu übernehmen. Der Lehrplan sah zunächst die Repetition und Festigung des bereits gelernten Stoffs vor. Dieser umfasst unter anderem Erste Hilfe, korrekter Umgang mit geh- und sehbehinderten Menschen, das Errichten und Betreiben von Sammel- und Betreuungsstellen bei Grossereignissen und Katastrophen, der Umgang mit dem Funkgerät, Verkehrsregelung, sowie allgemeine Kenntnisse über das Funktionieren der Zivilschutz- und der Blaulichtorganisationen. Zweitens musste den Gruppenführeranwärtern beigebracht werden, selbstständig solche Inhalte zu vermitteln. So erhielt jeder Teilnehmer die Aufgabe, eine Lektion vorzubereiten, bei der er die gesamte Klasse informierte, instruierte, ihr Aufträge erteilte und Übungen mit ihr durchführte. Erstmals in ihrer Schutzdienstkarriere waren die Teilnehmer aufgefordert, als Ausbildner und Führer zu fungieren, wenngleich der eine oder andere von Berufswegen ähnliche Kenntnisse schon mitbrachte. Ergänzt wurde das Wochenprogramm mit kurzen Vorträgen, wobei jeder über eines seiner Hobbys referieren durfte und zugleich lernte, vor Publikum zu sprechen und vor allem, Hemmungen abzubauen. Als schliesslich alle Kursabsolventen (bis auf einen) ihr Pensum erfolgreich hinter sich gebracht hatten, kam der Tag - ironischerweise war es Freitag der 13. - der eine Gesamtübung in Form der Simulation eines Grossereignisses vorsah. Nun galt es, das Gelernte in die Praxis umzusetzen und sich für den fiktiven Ernstfall zu rüsten. In Aarwangen selber spielten die Gruppenführeraspiranten mit der Unterstützung von Grundkursabsolventen den Fall eines entgleisten Intercitys bei Walliswil nach. Peter Mathys gab die Weisung aus, für 100 Personen eine Sammelstelle bzw. eine Betreuungsstelle für  insgesamt eine Woche einzurichten und zu unterhalten. Als imaginierte, zu evakuierende Opfer dieses Unglücks fungierten Schüler der Primarschule Aarwangen, die im alten Kornhaus untergebracht und mit einem einfachen, aber guten Mittagessen versorgt wurden. Eine von Zivilschützern geführte Besichtigung und Kontrolle der Betreuungsstelle mit anschliessendem Spiel rundete die Übung mit den Kindern ab. Alles in allem machten die Kaderanwärter eine recht gute Figur, waren fleissig, aufmerksam, hilfsbereit, entschlossen und erstellten rasch Bereitschaft, die Ankömmlinge aufzunehmen. Somit haben alle Teilnehmer ihr Können zur überwiegenden Zufriedenheit des Kursleiters unter Beweis gestellt; die Übung war denn auch ein Erfolg.

 

  Autor Michael Ammann