Teilnehmer Bericht aus dem Grund- und Fachkurs Betreuer

 

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17. - 28.08.09

 

Eindrücke aus dem Grundkurs Betreuer

Da stand ich nun. Um mich herum alles neue Gesichter. Alle hatten dieselbe Uniform und fast passend dazu denselben erwartungsvollen, wenn nicht schon bangen Gesichtsausdruck. Die schweren Stiefel drückten an allen Enden - war halt zu faul, sie zuvor einzutragen.


Das Programm der ersten drei Tage war mehrheitlich mit Theorie über allerlei Organisationen, Institutionen und deren Zuständigkeitsbereiche gefüllt. In den anschliessenden sieben Tagen ging es dann darum, aus uns Taugenichtsen, ich meine Untauglichen, Betreuer zu formen.


Unserem Hauptmann, Peter Mathys, war es sichtlich ein Anliegen, aus einem Haufen 20ig-jährigen Männern ein funktionsfähiges Team zu bilden. Zu diesem Zweck mischte er ab und wann Übungen unter das Rahmenprogramm, welche nur als Team lösbar waren.


Alsbald versuchten wir vergebens mit Hauptmann Martin "Hooch" Hug einigen "Damen" mit Herzmassage und Beatmung etwas Leben einzuhauchen.


Nach zwei Wochen und viel Lernen und Lachen folgte als Abschluss die Generalprobe. Es hiess, es müsse eine Sammel- und Betreuungsstelle eingerichtet werden, um 100 Schutzsuchenden ein Obdach und Verpflegung zu gewährleisten. Nach knapp 3 Stunden Pläneschmieden, Aufbauen und Einrichten warteten wir nun also auf den Ansturm notleidender Menschen. Der Ansturm erfolgte auch sogleich in Form von 20 aufgestellten Schulkindern. Innert Kürze waren sämtliche Theorien von Notfallszenarien über den Haufen geworfen worden und unser grösstes Problem bestand darin, wie wir die Kids bis zum Mittagessen mit Spiel und Spass bei Laune halten konnten. Mit etwas Kreativität lösten wir aber auch diese Aufgabe und freuten uns über die Begeisterungsfähigkeit unserer Schützlinge.


Als wir dann die Betreuungsstelle wieder geräumt hatten und sich der Kurs seinem Ende zuneigte, schaute ich nochmals in unsere Runde, wie ich dies vor zwei Wochen schon einmal tat. Nun aber, waren es nicht mehr fremde, anonyme Gesichter, sondern es waren Freunde und Kameraden - ein funktionsfähiges Team geworden.
Auf die Gefahr hin, dass ich den Mund hier etwas zu voll nehme, möchte ich mich dennoch im Namen aller Beteiligten dieses Kurses bei der Leitung und dem Küchenpersonal für diese zwei lehrreichen und schmackhaften Wochen bedanken.

A. Kämpfer