| Sortiment Stollenausrüstung | ||||
| 4 | Zweck | |||
| Das Sortiment Stollenausrüstung ermöglicht, Verschüttete aus Trümmer-bereichen über Stollen und Schächte auch aus grosser Tiefe zu bergen. Einerseits versetzt es die Retter in die Lage, Stollen zu bauen, anderseits erlaubt es ein gesichertes Vordringen bzw. einen sicheren Rücktransport der zu rettenden Person | ||||
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Das Sortiment Stollenausrüstung setzt sich wie folgt zusammen: |
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| - | Stollenrettungsmaterial | |||
| - | Stollensprechausrüstung | |||
| - | Telefonzentrale 85 | |||
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Stollenrettungsmaterial |
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Zweck: |
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| Das Stollenrettungsmaterial dient in erster Linie zum Bau von sicheren Stollen für Retter und Verschüttete. Mittels Stollenbahre kann eine schonungsvolle Bergung aus Engnissen und aus der Tiefe erfolgen. Das Stollenrettungsmaterial und die Kleingeräte der Rettungszüge bilden für den vorgesehenen Zweck die Grundausrüstung; sie kann nach eigenem Ermessen erweitert werden. | ||||
| 4 | Beschreibung | |||
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Behälter 1 „ Schanzwerkzeuge“ |
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| 3 | Pickel | |||
| 3 | Spaten | |||
| 3 | Klappspaten | |||
| 3 | Handbeile | |||
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Behälter 2 und 3 „Kanalstreben“ |
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je 5 |
Kanalstreben (max Belastung 3t) | |||
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Behälter 4 „Gelenkschoner“ |
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| 6 Paar | Knieschoner | |||
| 6 Paar | Ellbogenschoner | |||
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Behälter 5 „Seile und Zubehör“ |
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| 3 | Rettungsleinen 15m mit Karabinerhaken | |||
| 4 | Seile oliv 15m mit Karabinerhaken | |||
| 5 | Seile oliv 1,2 m mit Karabinerhaken | |||
| 2 | Umlenkrollen (3t) | |||
| 1 | Funkenschutzdecke 1600 x 2000mm | |||
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Behälter 6 „Helme und Zubehör“ |
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| 6 | Schutzhelme weiss | |||
| 6 | Stirnlampen | |||
| 6 | Vollsichtschutzbrillen | |||
| 30 | Staubmasken | |||
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Einsatz: |
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Bereitmachen des Schutzhelms |
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| 1. | Die Einstellung des Kopfbandes erfolgt mit dem rechten Rad. | |||
| 2. | Die Einstellung des Nackengurtes erfolgt mit dem linken Rad. | |||
| 3. | Das Kinnband kann nach Bedarf durch Verschieben beider Schnallen passend gemacht werden. | |||
| 4. | Stirnlampe am Helm befestigen und mit Batterie 4,5V in der Brusttasche verbinden. | |||
| 5. | Betriebsbereitschaft der Stirnlampe prüfen. | |||
| 6. | Brusttasche um den Hals hängen und in oder unter der Einsatzbekleidung versorgen. | |||
| 7. | Helm aufsetzten und Kinnband festziehen | |||
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Einsatz des Stollentransportbehälters |
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| Der Stollentransportbehälter ist primär zum Tragen zu zweit bestimmt. Mit Hilfe der farbigen Seile und Umlenkrollen kann er auch als „Seilbahn“ für den Transport von Werkzeugen und Geräten in den Stollen bzw. von Abbruchmaterial und weiterem Fundgut aus dem Stollen eingesetzt werden. Mit den am Behälter angebrachten Blachen kann problematisches Transportgut abgedeckt werden | ||||
| Einsatz der Stollenbahre | ||||
| 1. | Fussteil vor dem Verlad der Grösse des zutransportierenden Patienten anpassen | |||
| 2. | Kopfschutz (wenn notwendig) für den Verlad des Verletzten demontieren und für den Transport wieder montieren | |||
| 3. | Bei Transporten mit dem Helikopter dürfen die Aufhängepunkte der Stollenbahre nicht verwendet werden. Die Stollenbahre ist dabei im Tragnetz des Helikopters zu transportieren | |||
| Hinweise | ||||
| - | Wenn die Platzverhältnisse am Verladeort die Vorarbeiten gemäss Punkt 1 und 2 verunmöglichen, wird die Stollenbahre ausserhalb des Stollens vorbereitet | |||
| - | Für den Transport in verwinkelten Engnissen kann die Stollenbahre durch Lösen der seitlich angebrachten Splintbolzen um 90° in der vertikalen Achse geknickt werden. Nach dem Hindernis wird die normale Position der Stollenbahre wieder hergestellt und diese mittels Slintbolzen und Klappsplinten sicher verriegelt | |||
| - | ACHTUNG: Die Nasen der Splintbolzen dürfen nicht auf dem Rand der Stollenbahre anstehen, sonst können die Klappsplinten nicht gesichert werden | |||
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Wartung |
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| - | Metallteile reinigen und mit öligem Lappen abreiben | |||
| - | Kunststoffteile mit feuchtem Lappen reinigen und trocknen | |||
| - | Verschmutztes Seilwerk mit Bürste reinigen | |||
| - | Seilwerk auf Beschädigung kontrollieren, defekte Seile ersetzen. | |||
| - | Die Batterien der Stirnlampe ist nach dem Einsatz aus der Brusttasche zu entfernen und an einem trockenen Ort zu lagern | |||
| - | Nasses Seilwerk ist in losen Windungen aufzuhängen (nicht über Wärmequellen trocknen) | |||
| 4 | Stollensprechausrüstung | |||
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Zweck: |
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| - | Die Rettung von Personen aus verschütteten Gebäuden und Trümmern erfordert eine Verbindung zwischen dem Retter im Stollen, dem Einsatzleiter und dem Materiallager | |||
| - | Im Materiallager oder beim Einsatzleiter können wahlweise die Lautsprecherstation 99 und / oder ein Feldtelefon 50 zum Einsatz kommen | |||
| - | Die Verbindung zum Retter im Stollen wird via Kabelrolle 99 und der Helmsrechgarnitur realisiert | |||
| - | Die Verwendung der Helmsprechgarnitur anstelle eines Feldtelefon 50 hält die Hände frei | |||
| - | Die volle Schutzwirkung wird nur erreicht, wenn der Retter die Helmsprechgarnitur während dee ganzen Dauer des Einsatzes trägt | |||
| 4 | Beschreibung | |||
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Behälter 7 „Stollensprechausrüstung 99, Teil A“ |
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| 1 | Helmsprechgarnitur mit Anschlusskasten und Hosengurt | |||
| 1 | Stirnlampe | |||
| 1 | Lautsprecherstation 99 | |||
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Behälter 8 „Stollensprechausrüstung 99, Teil B“ |
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| 2 | Feldtelefone 50 | |||
| 1 | Kabelrolle 99 mit 100 Meter Feldkabel | |||
| 1 | Erdpfahl | |||
| 1 | Erdlitze | |||
| 1 | Kabeltromme 59 mit 200 Meter Feldkabel | |||
| 1 | Auf- und Abspulvorrichtung | |||
| 1 | Vollsichtschutzbrille | |||
| 4 | Inbetriebsetzung | |||
| - | Batterien in die Lautsprecherstation ein setzen | |||
| - | Lautsprecherstation 99 an das Feldkabel anschliessen | |||
| - | Betriebsschalter auf Position „1“ (Stand-by) | |||
| - | 1x Sprechtaste drücken | |||
| - | Kontrolle der Batteriespannung (Lampe muss „rot“ leuchten) | |||
| - | Sprechdistanz zum Mikrofon einstellen (überprüfen) | |||
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o Umgebungslärm normal: Schalter auf Pos. „30cm“ drehen (Münze / Messer) Sprechdistanz zum Mikrofon 15 – 40cm |
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o Umgebungslärm stark: Schalter auf Pos. „5cm“ drehen (Münze / Messer) Sprechdistanz zum Mikrofon 5 – 15cm |
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| - | Sprechtaste während des Sprechens gedrückt halten | |||
| - | Bei extremen Witterungsbedingen Lautsprecherstation vor Nässe schützen | |||
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Helmsprechgarnitur 99 |
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Der Betriebsartenschalter |
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Off: Gerät ausgeschaltet |
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On: Gerät eingeschaltet |
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Mute: Gerät nur bereit für Empfang |
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Das Batteriefach |
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Beinhaltet eine 9V Batterie |
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Das Mikrofon |
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Ist im Dichtungsring der linken Ohrmuschel integriert. Es funktioniert auf Beschleunigungsbasis und muss guten Hautkontakt über dem linken Backenknochen heben. |
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Die Drehgelenke |
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Erlauben ein Schwenken der Gehörschutzschalen um 90° nach hinten |
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Der Stecker |
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Am Garnitur-Spiralkabel dient zur Verbindung zum Amschlusskasten. |
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Der Anschlusskasten |
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Ist zur Verbindung der Helmsprechgarnitur und dem Feldkabel. Die Klemmvorrichtung hält das Feldkabel fest und bewirkt einen Zugentlastung |
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| 4 | Inbetriebnahme | |||
| - | Batterie einsetzen | |||
| - | Helm anpassen | |||
| - | Stirnlampe am Helm befestigen und kontrollieren | |||
| - | Verbindungsbereitschaft erstellen, Feldkabel an Anschlusskasten klemmen | |||
| - | Anschlusskasten mit Leibgurt anziehen | |||
| - | Gehörschutzschalen leicht nach aussen ziehen, um 90° nach unten schwenken und in der Hörposition justieren. Durch andrücken (im Schläfenbereich) rasten die Schalen hörbar ein. | |||
| - | Betriebsschalter auf Stellung ON drehen | |||
| - | Das System ist nun kommunikationsbereit | |||
| 4 | Telefonzentrale 85 | |||
| 4 | Zweck, Aufbau und Betrieb | |||
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Die Telefonzentrale 85 erlaubt, die wichtigsten Anlaufstellen (max 6 Teilnehmer) einer Schadenplatzorganisation durch Feldkabel und Feldtelefone zu verbinden, z.B. Einsatzleiter zum Kommandoposten „Rückwärtiges“, zu den Arbeitsplätzen der eingesetzten Formationen oder zum Materialdepot. Die Telefonzentrale 85 kann aber such anderweitig eingesetzt werden. Aufbau, Inbetriebnahme, Abbau sowie Unterhalt und Wartung werden vorteilhaft durch Personal des Übermittlungsdienstes, unter Mithilfe von Personal des Rettungsdienstes, durchgeführt |
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| 4 | Beschreibung | |||
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Behälter 9 „Telefonzentrale 85, Teil A“ |
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| 1 | Telefonzentrale 85 | |||
| 1 | Mikrotelefon | |||
| 2 | Erdungspfähle mit Erdungsdraht | |||
| 1 | Anschlusskasten für Linie 1-4 | |||
| 1 | Kabeltrommel mit 20 Meter Einführungskabel | |||
| 2 | Feldtelefone 50 | |||
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Behälter 9 „Telefonzentrale 85, Teil B“ |
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| 4 | Feldtelefone 50 | |||
| 4 | Kabeltrommel 59 mit je 200 Meter Feldkabel | |||
| 1 | Auf- und Abspulvorrichtung | |||
| 4 | Inbetriebnahme | |||
| 1. | Anschlusskasten und Telefonzentrale mittels Erdlitzen und Erdpfählen erden | |||
| 2. | Batterie einsetzen | |||
| 3. | Anschlusskasten mittels Einführungskabel mit der Telefonzentrale verbinden | |||
| 4. | Mikrotelefon anschliessen | |||
| 5. | Iduktorkurbel ausklappen | |||
| 6. | Funktionskontrolle durchführen: Auf eine Teilnehmertaste drücken und in das Mikrofon blasen (Blasgeräusch muss hörbar sein). Gelbe Kontrolltaste auf der Abfrageschiene einrasten und der Reihe nach die sechs Teilnehmertasten drücken sowie die Induktorkurbel drehen (Das weisse Schauzeichen muss jeweils erscheinen und der Summer ertönen) | |||
| 7. | Gewünschte Telefonleitungen mit den Anschlussklemmen der Telefonzentrale oder des Anschlusskastens verbinden und Beschriftungsschilder mit Bleistift bezeichnen | |||