Grund- und Fachkurse

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Grundkurs
  Der Grundkurs ist der erste Teil der Grundausbildung und dauert drei Tage. In dieser Zeit hören die Teilnehmer einiges über Risiken und Gefahren im Alltag sowie über Katastrophen und Notlagen, welche den Einsatz des Zivilschutzes erfordern. Ebenfalls Themen sind die Alarmierungsmöglichkeiten und welche Mittel von Bund und Kanton bei Sicherheitspolitischen Ereignissen zur Verfügung stehen. In den Lektionen „Umgang mit Stress“ stellen sich die Fragen „Wie erkenne ich Stresssymptome?“ und „Was kann ich dagegen unternehmen?“ 
   
  In praktischen Übungen lernen wir das richtige Verhalten bei einem Brandausbruch. Im Sanitätsbereich wird der richtige Umgang bei Sanitätsnotfällen an Fallbeispielen geübt. Unfallsituationen können so hautnah miterlebt werden und Abkürzungen, wie CPR und ABCD sind nach diesem Kurs keine Unbekannten mehr. 
   
  Jeder Teilnehmer kennt nach Kursabschluss seine Rechten und Pflichten. Die rechtlichen Grundlagen werden zusammen erarbeitet. Weiter informieren wir über die Struktur unserer Ausbildungsregion, die regionalisierten Zivilschutzorganisationen und über das Haus „Bevölkerungsschutz“. Zum Bevölkerungsschutz gehören die Partner Feuerwehr, Sanität, Polizei, Technische Werke und der Zivilschutz.
   

Fachkurs Stabsassistent

  Unmittelbar nach dem dreitägigen Grundkurs beginnt der zweite Teil der Grundausbildung mit einem Fachkurs.
   
  Unwetter und Naturkatastrophen gehören zu unserem Leben und können jederzeit vorkommen. Ist ein solches Ereignis eingetreten, liegt die Schwierigkeit darin, möglichst rasch eine Übersicht zu erhalten. Um Entscheidungen zu treffen, benötigt der Regionale Führungsstab (RFO) entsprechende Grundlagen. Hier beginnt die Ausbildung der Stabsassistenten.
   
  Stabs-Assistenten sind verantwortlich für die Beschaffung der notwendigen Nachrichten, die Auswertung der Nachrichten, das Verfassen von Meldungen und die Weiterleitung der Informationen an die richtige Adresse. Im Kurs üben wir den Umgang mit Funkgeräten, das Verlegen von Telefonleitungen und das Betreiben der Anlage.
   
  Das Zusammenspiel des Stabes mit der Abteilung Telematik (Funk / Telefon) und der Abteilung Lage (Karten- und Journalführung) wird in verschiedenen Stufen erarbeitet und in einer Schlussübung getestet.
   
  Ausgebildete Stabsassistenten können in einem Nothilfeeinsatz, beispielsweise auch ein Umleitungskonzept, ein Entsorgungskonzept oder eine Pressekonferenz erstellen.
   

Fachkurs Bertreuung

  Unmittelbar nach dem dreitägigen Grundkurs beginnt der zweite Teil der Grundausbildung mit einem Fachkurs.
   
 

Unwetter und Naturkatastrophen gehören zu unserem Leben und können jederzeit vorkommen. In einem solchen Ereignis müssen oftmals Menschen evakuiert werden. Während Tagen und Wochen können die Betroffenen nicht mehr in ihre Häuser zurückkehren. Hier beginnt die Ausbildung der Betreuer.

   
 

Betreuer sind verantwortlich für Unterkunft, Verpflegung, Wohlergehen, Pflege und Abwechslung. Im Kurs üben wir die technische Inbetriebnahme einer Betreuungsstelle, bsp. in einer Mehrzweckhalle. Ein Thema sind die seelischen Nöte der Schutzsuchenden und der Umgang mit behinderten Personen.

   
 

Ausgebildete Betreuer können aber auch in einem Spital oder in einem Altersheim zu einem Einsatz aufgeboten werden. Es ist bereits vorgekommen, dass der Zivilschutz während einer Grippewelle die Betreuung und Pflege der Langzeitabteilung eines Spitals übernahm. Es kann auch vorkommen, dass Bewohner und Bewohnerinnen eines Altersheims auf einem Ausflug durch den Zivilschutz begleitet werden. Die Betreuer helfen dann beim Essen und Trinken.

   

Fachkurs Pionier

 

Unmittelbar nach dem dreitägigen Grundkurs beginn der zweite Teil der Grundausbildung mit einem Fachkurs.

   
 

Unwetter und Naturkatastrophen gehören zu unserem Leben und können jederzeit vorkommen.

   
 

Der Pionier ist der Handwerker im Zivilschutz. Er wird überall dort zum Aufräumen und Wiederinstandstellen eingesetzt, wo die Normalität des Lebens nicht mehr sichergestellt ist. Das heisst, bsp. bei weggerissenen Brücken, Wegen, verschütteten oder weggespülten Zufahrten zu Gehöften.

   
 

Im Kurs üben wir den Umgang mit Kompressoren und dem dazugehörigen Material, die Handhabung einer Kettensäge, dem autogenem Schneidegerät und den Umgang mit Seilen. Der Pionier lernt mit wenigen Mitteln für die Betroffenen wieder etwas Normalität herzustellen. Bei Überflutungsgefahr kann der Pionier auch zum Wehren von Wasser eingesetzt werden. Die Handhabung der Motorspitze Typ I und Typ II gehören genau so zur Ausbildung wie das Abfüllen und Einsetzen von Sandsäcken zum Schutz gefährdeter Gebiete.